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Museum Friedland

Die Zeittafel der Stadt Friedland

 

7.  Jh. Eingewanderte Slawen errichten auf dem heutigen Stadtgebiet (Diakonie, Seniorenwohnpark, Hundeübungsplatz) eine Burganlage von ca. 1 ha Fläch..
Zerstörung der Burganlage während des Feldzuges Otto III. gegen die Redarier 11. Jh. Wiederaufbau der slawischen Burganlage

1147 Belagerung der Burganlage, während des Kreuzzuges gegen die Wenden.

1236 im Vertrag von Kremmen bekommen die Markgrafen von Brandenburg,
 Johann I. und Otto III. (Askanier), das Land Stargard zugesprochen. Um
 ihre Vorherrschaft in den gewonnenen Gebieten zu sichern, werden
 Burgen, Klöster und befestigte Städte errichtet.

1244 am Sonntage Oculi (6. März) stifteten die Askanier Friedland als erste
 Stadt im Land Stargard. Mit der Erbauung werden Konrad von Zerbst,
 Johann und Heinrich von Grevendörp, Friedrich von Kerkhagen und
 Beringer beauftragt, sie benutzen anfänglich die ehemals slawische Burg als administrativen Sitz der neuen Stadt.

1276 Friedland erhält das Zollrecht für Neubrandenburg und Friedland.

1282 bekommt die Stadt ihren Marktzoll zugesprochen.

1296 Friedland kauft das Dorf Schwichtenberg.

1298 Probst Nikolaus von Friedland wird erstmalig in einer Urkunde erwähnt,
 Friedland ist Sitz des bischöflich - havelbergischen Probstes.

1303 am 1. Oktober, fällt ein heftiger Hagelschlag mit ,,feurigen Steinen"
 (nach Aussagen von Geologen vermutlich ein Meteoritenschauer), die eine große Feuersbrunst in der Stadt und auf dem Feld auslösen. Es wird von Opfern unter den Menschen und dem Vieh gesprochen.

1304 wird im Vertrag zu Vietmannsdorf das Land Stargard als Lehensbesitz für
den Mecklenburger Fürsten Heinrich den Löwen bestätigt. Friedland ist als
Zeuge in der Schlichtung genannt.

1304 Bestätigung der Privilegien der Stadt und des Schöffenstuhls durch Heinrich den Löwen von Mecklenburg. Die Stadt erhält darüber hinaus das Recht, an Stelle der hölzernen eine steinerne Befestigungsanlage zu errichten. Man beginnt mit dem Bau des Steintores (Anklamer Tor), später mit der Mauer, dem Burgtor, Treptower Tor und dem Fangelturm.

1320 erste urkundliche Erwähnung einer Handwerksgilde in Friedland, die
 Schuhmachergilde. Sie kaufen von Ritter Engelke Manteufel eine Hebung in Rattey.

1327-1331 kauft die Stadt 12 Hufen Land in Lübbersdorf. Dieser Besitz wird dem
Stadtrecht zuerkannt.

1337 erste bekannte urkundliche Erwähnung der Gelehrtenschule in Friedland

1343 erhalten die Krämer vom Rat der Stadt eine Zunftrolle

1350 werden die Rechte der Fleischhauer bestätigt.
 In Friedland wird der Friede im Markgrafenkrieg, der blutigsten Fehde im
 Mittelalter Mecklenburgs, geschlossen.

1351 der Landfrieden zwischen den Mecklenburgern und den Fürsten von
 Werle wird geschlossen. Die Friedländer müssen 20 Mann zur Kriegs-
 folge stellen.

1366 kaufen die Neubrandenburger das Zollrecht für ihre Stadt unter der
 Bedingung, dass Friedländer in Neubrandenburg keinen Zoll zahlen
 Neubrandenburger aber in Friedland.

1382 Bündnis zwischen Friedland und Neubrandenburg zum gegenseitige
 Beistand.

1403 der Brandenburger Markgraf erobert Friedland, die Bürger der Stadt huldigen

Ihm, daraufhin belagert Herzog Ulrich von Mecklenburg die Stadt. Sie wird

von seinen Truppen erstürmt, geplündert und gebrandschatzt.

1408 der Bischof von Havelberg weiht die St. Gertrudenkirche vor dem Steintor

1421 die St. Marienkirche erwirbt das Kirchdorf Sandhagen (Willershagen)

1434 erkennt Herzog Johann III. den Besitz an.

1429 urkundliche Erwähnung eines Gebäudes der Gelehrtenschule.

1432 wird Friedland der Erbhuldigung verpflichtet, somit werden bei Regierungwechsel immer die Privilegien der Stadt erneuert.
1433 28. Mai. auf dem Grundstück des Bäckers Leusewitz, bricht ein Feuer aus,
 dieses breitet sich schnell über die Stadt aus und legt große Teile in
 Asche.

1436 Erneuerung des Städtebündnisses zwischen Friedland und Neubrandenburg.

1439 Friedland erhält das Münzrecht.

1440 verbünden sich Friedland und Neubrandenburg zur Erhaltung ihrer alten
 Privilegien.

1444 Mordbrenner (Raubritter) zerstören einen großen Teil der Stadt.

1449 verbünden sich Friedland, Neubrandenburg, Prenzlau, Pasewalk, Anklam
 Strasburg, Templin und Lychen zum Schutz gegen ,,Straßenräuber, Pferde- und Kuhdiebe, Mordbrenner und andere Friedensstörer“ (Raubritter).

1450 Fertigstellung des Burgtores (Neubrandenburger Tor).

1453 belagern die Pommern Friedland, können es aber nicht einnehmen.
Daraufhin schießen sie Feuer in die Stadt, worauf diese zur Hälfte
abbrennt. Das Dach des Fangelturmes wird durch ein mehrere Zentner
schweres Bliedengeschoss getroffen und stürzt ein. Als die Kunde vom Nahen der Mecklenburgischen Streitmacht eintrifft, ziehen die Pommern ab.

1469 beschließen die Gewerke Friedlands, für ewige Zeiten gemeinsam verei-
 digte Vertreter auf Lebenszeit zu wählen (Altermänner), Gewerke: Wollweber, Schuhmacher, Knochenhauer, Bäcker, Schmiede, Krämer und Schneider.

1472 am 15. Juni bricht in der Pfaffenstraße ein Feuer aus, das sich bis zum
 Steintor ausdehnt. Dort bleiben nur vier Häuser stehen. Acht Tage später
 entzündet sich durch einen Sturm die unter der Asche schwelende Glut
 erneut und vernichtet 70 Häuser und die Nicolaikirche. Simonis schreibt
 dazu; : (das Feuer) ward von einem versoffenem Weibe verursachet!
 durch deren Verwahrlosung in der Pfaffen - Strasse Feur ausgekommen.

1525-1527 Unruhen während der Reformation in Friedland.
Ein Augustinermönch aus dem Kloster zu Anklam hält lutherische Predigten in Friedland.

1526 Erlass Heinrichs des Friedfertigen zur Wiederherstellung der öffentlichen
Ordnung in Friedland.

1529 sechs Friedländer Bürger bitten um Überlassung der Nicolaikirche für
 lutherische Predigten.

1532 Georg Behrenfeld wird der erste lutherische Prediger in Friedland.

1534 Berufung des evangelischen Probstes Gunter von Wangelin.
1550 auf dem Landtag zu Sternberg wird die Abschaffung des Papsttums
 beschlossen.

1556 am Dienstag vor Pfingsten bricht beim Böttcher H. Lumbecke ein Feuer
 aus, zwei Menschen, 59 Häuser und 63 Buden fallen den Flammen zum Opfer.

1571 Herzog Johann Albrecht verkauft seine Hälfte einer Windmühle an die Stadt.

1573 kauft die Stadt die andere Hälfte dieser Mühle von Herzog Ulrich.

1580 die Pest in Friedland.

1583 im Zwischenhause des Bürgers Simon Rülow entsteht ein Feuer, 72 Häuser in der Umgebung brennen nieder. Im selben Jahr wird Torwächter Claus Hennecke beschuldigt, ein Schwein gestohlen zu haben, aus Rache legt er Feuer, 150 Häuser werden Raub der Flammen.

1603 Regelung des kirchlichen Vermögens in Friedland durch den Kirchen-
ökonomievertrag.

1612 wird der Anteil des Riebenschen Besitzes an Kotelow und Klockow sowie
ein Teil von Bresewitz erworben.

1625 Friedland erhält das Recht, einen zweiten Viehmarkt zu betreiben.

1618-1648 wütet der Dreißigjährige Krieg.

1628 Beginn des Dreißigjährigen Krieges in Mecklenburg.

1637-1638 die Pest dezimiert die Bevölkerung um 872 Menschen.

1646 am 7. Juni wütet ein Sturm, durch Blitzschlag werden 70 Wohnhäuser, mehrere Scheunen und Ställe vernichtet. Der Turm der Nicolaikirche stürzt ein.

1648 nach Ende des Dreißigjährigen Krieges sind Friedland und die umliegen-
den Dörfer völlig verwüstet in Friedland selbst leben nur noch 200
Menschen. Die Wehranlagen, darunter der Fangelturm, sind zum Teil
geschleift worden. Feuer in Friedland, die Reste der Nicolaikirche brennen ab.

1665 Feuer in Friedland, ausgelöst durch einen Brand bei T. Kamrad.

1670 Feuer in Friedland.

1671-1673 Kotelow, Klockow und Bresewitz müssen wegen fehlender Mittel zur
 Zinszahlung von der Stadt aufgegeben werden.

1683 Feuer beim Hutmacher Schultz, 24 Häuser, 20 Scheunen und Ställe werden vernichtet.

1695 am 27. April schlug der Blitz dreimal in die Marienkirche ein. Von der
 Uhr, die sich unter der Orgel befand, wird die Zahl Drei und die Hälfte
 der Fünf ausgelöscht. Diese Brandmarke sah wie eine große schwarze
 Hand mit Daumen und Fingern aus. Dieses Ereignis galt als böses Omen
 für die Stadt. Der Zahl Drei wird dabei eine besondere Bedeutung in
 Bezug auf folgende Katastrophen zugemessen.
 Im gleichen Jahr, drei Wochen später, entsteht bei Joachim Küter ein
 Feuer, welches das Heilige - Geist - Hospital und alle freien Buden
 einäschert.

1703 ,,Der Große Stadtbrand“ wütet in Friedland. Von 302 bestehenden
 Wohnhäusern werden 265 von den Flammen verschlungen, die Kirchen
 und die Wassermühle werden in Mitleidenschaft gezogen. Der Brand
 wird durch die Fahrlässigkeit des Rittmeisters a. D. Ernst Rudolf von
 Breitewitz ausgelöst. Dieser zieht es vor, noch während des Brandes die
 Stadt zu verlassen. Von den Folgen des Brandes und den Nachwirkungen
des Dreißigjährigen Krieges kann sich die Stadt erst in der Mitte des 19.
 Jahrhunderts erholen.
1710 während des Nordischen Krieges nehmen schwedische Truppen in
 Friedland Quartier.
 Die Pest bricht aus.

1713 eine Viehseuche dezimiert die Tierbestände.

1714 nach provisorischer Instandsetzung wird die Marienkirche eingeweiht.
 13. März Feuer in Friedland.

1720 Neustiftung der Friedländer Schützenzunft.

1721 bei G. Paul bricht ein Feuer aus. Im Juni gibt es noch Frost, das Wasser
 gefriert zu Eis.

1727 der Wert Friedlands (Häuser) beträgt 30118 Taler; ein Haus ca. 50 Taler.

1745 4. Juli, durch Blitzschlag brennen 19 Scheunen vor dem Treptower Tor nieder.

1746 ein Komet wird gesichtet, „ein böses Omen“?

1747 eine Rinderseuche rafft 2500 Stück Vieh dahin.

1748 erneut Tierseuche in Friedland.

1749 wieder Tierseuche in Friedland.

1756 2. Mai, ein Drechslergeselle schießt auf einen Vogel auf dem Dach, als Folge davon brennen 4 Scheunen vor dem Neubrandenburger Tor ab.
 Beginn des Siebenjährigen Krieges; am 10. November kommt es auf dem
Friedländer Feld zu einem Gefecht zwischen Schweden und Preußen. Bei der Verfolgung der Preußen durch die Schweden wird der zu jener Zeit
 in schwedischen Diensten stehende Cornet Gebhard Leberecht von Blücher von den Preußen gefangen und in Galenbeck in Gewahrsam genommen.

1761 liegen die Schweden 9 Wochen in Friedland und kämpfen gegen die Preußen.

1766 eine Viehseuche tötet über 1000 Haustiere.

1767 31. Mai, Hagel verwüstet die Roggenfelder; 7. September, bei einem Gewitter brennen 40 mit Korn gefüllte Scheunen ab.

1770 der Turm der Nicolaikirche wird ausgebessert. Schlossermeister Hindenburg repariert die Turmuhr.

1772 Pastor Spiegelberg weiht den vom Bildhauer Gelen aus Neustrelitz
angefertigten Altar in der Nicolaikirche ein.

1780 zwischen Pfingsten und Michaelis sterben 800 Tiere an der Viehseuche.

1781 das Treptower Tor wird durch Blitzschlag stark beschädigt.

1786 29. Juli, durch Blitzschlag brennen 9 Scheunen nieder.

1796 Volksaufruhr, die sogenannte Holzrevolution in Friedland. Der Tor- und
 Holzwärter Pagels stahl 13 Eichen, außerdem sind 28 weitere Eichen abhanden gekommen. Militäreinheiten aus Neustrelitz müssen Ordnung schaffen, Pagels wird ausgepeitscht.

1800 am 18. Mai brennen 102 Scheunen ab.

1801 letzte öffentliche Enthauptung in Friedland (Juliane Kliwe, sie vergiftete ihren Ehemann), die Hinrichtung fand auf dem später nach ihr benannten Kliwsberg statt.

1803 das Treptower Tor wird von Maurermeister Behnke durch ein modernes
Pfeilertor ersetzt.
24. Juni, am Hagedorn brennen 22 Scheunen ab. Das neue Rathaus wird erbaut. 1806 Preußen verliert die Doppelschlacht bei Auerstädt und Jena gegen die Truppen  Napoleons. Die Franzosen besetzen Berlin. Preußische Truppenteile fliehen nach Mecklenburg; ihnen folgen die Franzosen. Daraufhin marschieren französische Truppen unter Marschall Muhrat mit 70 000 Mann in Friedland ein. Die umliegenden Dörfer werden geplündert, die Menschen mißhandelt, das Vieh geraubt. Napoleon erkennt später die Neutralität Mecklenburgs an; aber die ständigen Durchmärsche hören nicht auf. Bis 1807 nehmen insgesamt ca. 200 000 Franzosen in Friedland Quartier. Die Stadt ist Hauptquartier des Marschalls Mortier. Ende des Jahres verlassen die Franzosen Mecklenburg bis auf ein Bataillon Küstenwache zur Sicherung der Kontinentalsperre gegen England.

1809 21. April, aus Friedland werden 15 Mann rekrutiert, da der Großherzog
 als Mitglied des Rheinbundes den Franzosen Hilfstruppen zu stellen
 hatte.

1810 14. Januar, die Marienkirche wird neu eingeweiht. Die Franzosen hatten
sie zuvor als Magazin missbraucht. Es besetzen französische Zollwächter
die Küste; 100 von ihnen werden in Friedland einquartiert.
1813 12. April, die Glocken der Marienkirche läuten Sturm. Der Herzog prüft
die Einsatzbereitschaft seiner Untertanen zur Verteidigung der Heimat
gegen die Franzosen. Friedland steuert 5079 Reichstaler zur Errichtung
des Mecklenburg-Strelitzschen Husarenregimentes (C-Husaren) bei. Vom 30. Juni bis 12. August sind 400 Kosaken in Friedland einquartiert.

1814 Beginn des Turnens in Friedland.

1815 26. Januar, beim Bereiter Behrens in der Kaiserstraße bricht ein Feuer
 aus.
 Einweihung des zweiten Turnplatzes Deutschlands bei dem Braakofen in
 Friedland durch Prorektor Leuschner.

1816 kauft Friedland das Kirchdorf Schwanbeck von Graf Hahn für 64000 Taler.

1818 29. Juni, ein Blitz schlägt in den Turm der Nicolaikirche ein.
In der Nacht vom 15. zum 16. Oktober deckt ein Orkan mehrere Häuser und Scheunen ab. Die Scheune des Meisters Plath stürzt ein.

1820 erhält Friedland 16970 Taler in Gold und 1140 Taler preußisch Courant
 Kriegsentschädigung. Die Marienkirche erhält im Dezember neue Glocken.

1823 Feuer in Friedland.

1824 Feuer in Friedland.

1826 die Friedländer Große Wiese brennt. Die Stadt bietet 50 Mann für die
 Löscharbeiten auf. Das Feuer kann nur durch den aufkommenden starken

Regen unter Kontrolle gebracht werden.

1828 am 2. Juli brennen am Mühlenteich vor dem Burgtor 11 Scheunen durch
Blitzschlag ab.

1830 13. März, die Dämme des Mühlenteiches brechen. Die Wassermühle
kann daraufhin 16 Wochen nicht genutzt werden, ihre Reparatur kostet 1000 Taler.

1831 24. Juli, die Friedländer Kavel brennt ab.
17. September, die Preußen schirmen Friedland wegen einer Choleraepi-
 demie ab. Das großherzogliche Militär steht auf der großen Wiese und
 läßt niemanden passieren.

1834 Bau der Chaussee Friedland - Anklam.
1835 die Dämme des Mühlenteichs brechen erneut. Der Durchbruch war so
 heftig, daß der Teich in drei Stunden ausläuft, dabei ertranken eine Kuh,
 fünf Schafe und ein Hund.
1839 Bau der Chaussee Friedland - Neubrandenburg.

1854 die erste Straßenbeleuchtung wird installiert (Auersches Gasglühlicht).

1856 Bau der Chaussee Friedland - Woldegk.

1860 Gründung der ,,Friedländer Zeitung“. Die Stadt zählt 5 129 Einwohner.

1866 Baubeginn für die städtische Wasserleitung. Das Bürgerhospital wird eingerichtet.

um 1870 setzt in Friedland die Industrialisierung ein; die Fliesenwerke werden gegründet

1881 am 25. April wird die Friedländer Sparkasse gegründet und am 29. von der  Großherzoglichen Landesregierung bestätigt.

1882 9. September, Gründung der Friedländer Freiwilligen Feuerwehr.

1884 11. März, ein Feuer vernichtet 13 Scheunen. Außer diesem Feuer brennt es noch zweimal in diesem Jahr. Bau der Neubrandenburg-Friedländer Eisenbahn.

1885 der 1714 provisorisch errichtete Kirchturm der Marienkirche wird abgebrochen und durch den heutigen ersetzt. Ein Feuer wird von der FFw gelöscht.

1886 Bau des Wasserwerkes an der Woldegker Chaussee. Zwei Scheunenbrände  vernichten insgesamt 13 Scheunen.

1887 Weiterführung des Wasserleitungsbaues.

1889 werden zwei Brände von der FFw bekämpft.

1890 Bau der Molkerei. Die FFw rückt zu zwei Großfeuern aus.

1891 Bau der Zuckerfabrik. Es kommt zu zwei kleineren Bränden in der Stadt

1892 Gründung der Mecklenburg - Pommerschen Schmalspurbahn AG. Zwei kleinere Brände in der Stadt.  Die SPD wird in Polizeiberichten erwähnt.

1894 Bau der Stärkefabrik. In Friedland werden fünf kleinere Brände registriert.

1895 die FFw. muss zu fünf Bränden ausrücken.

1896 es brennt zweimal in der Stadt.

1897 ein Großbrand und vier kleinere Feuer in Friedland.

1898 Bau der Friedländer Gasanstalt.

1899 ein Großbrand und zwei kleinere Feuer in Friedland.

1900 die Stadt zählt 7175 Einwohner. Eine Scheune brennt ab.

1901 ein kleinerer Scheunenbrand.

1902 ein Großbrand und zwei weitere Feuer.

1904 ein Brandstifter hält die Stadt in Atem, er legt 13 Brände in der Stadt

1905 es brennt fünf mal in der Stadt.

1906 brennt es drei mal in Friedland, bei einem der Feuer verlieren zwei Menschen ihr Leben.

1908 der Fangelturm wird wieder aufgebaut. Er dient dann der Unterbringung des Druckbehälters für das Wasserwerk.

1911 Bau des Energiewerkes.

1914 der Erste Weltkrieg wird von Deutschland begonnen.

1915 Friedland hat eine Kartoffelflockenfabrik in Mariawerth.

1918 Ende des Ersten Weltkrieges
1919 die Ortsgruppe der KPD in Friedland wird gegründet.
1921 Bau des Wasserwerkes in der Ringstraße.
1928 öffnet im Neubrandenburger Tor erstmalig das Heimatmuseum seine Pforten.
1929 während der Weltwirtschaftskrise werden in Friedland 382 Arbeitslose
 registriert.

1933 Errichtung der faschistischen Diktatur in Deutschland.

1936 die Hanfröste entsteht, um für die Rüstung wichtige Dichtungsmaterialien
herzustellen. Während des Krieges werden mehrere Betriebe für die
Rüstung umprofiliert. In der Stärkefabrik produziert man Klebstoffe für die Flugzeugindustrie, in der alten Turnhalle Zünder und in einer Automobilfirma panzerbrechende Waffen. Nach der Zerstörung von Peenemünde arbeitet die Forschergruppe Dr. Streuer in Friedland, diese befasste sich mit der V-Waffen-forschung und Experimenten mit schwerem Wasser.

1939 Hitlerdeutschland beginnt den Zweiten Weltkrieg.

1944 wird der Friedländer Zeitungsverleger Scheil von der faschistische Justiz zum Tode verurteilt und hingerichtet. Er hatte mit zwei weiteren Friedländer Bürgern über eine mögliche Absetzung Hitlers gesprochen

1945 kurz vor dem Ende des Krieges werden zwei Soldaten der Wehrmacht
die ihre Einheiten verlassen hatten, durch ein Standgericht verurteilt und am neuen Friedhof erhängt.
Am 28. April stehen Einheiten der Roten Armee vor den Toren Friedlands,
die Stadt wird ohne größere Kampfhandlungen eingenommen. Ein Geschoss trifft die Nikolaikirche, die daraufhin bis auf die Grundmauern abbrennt. Zwei Rotarmisten, die versuchen, durch das Neubrandenburger Tor die Stadt zu betreten, verlieren ihr Leben. Insgesamt starben 13Angehörige der Roten Armee in Friedland, 11 Wehrmachts-angehörige wurden im Stadtgebiet und 16 weitere in der Feldmark tot geborgen
Nicht vergessen werden dürfen die zahlreichen Friedländer, die in den Freitod gingen, und die Opfer der Willkür in der Stadt.
Am 29. April wird Friedland von den ,,Befreiern“ gebrandschatzt.
Von den ehemals 553 Häusern der Innenstadt bleiben nur noch 117 stehen. Friedland war eine Trümmerwüste, mühsam begannen die Menschen unserer Stadt, die Trümmer ihrer Häuser zu beseitigen und notdürftige Quartiere zu errichten. Die Versorgung mit Lebensmitteln, Wasser, Gas und Strom musste wieder normalisiert werden. In den Betrieben begann man nach ihrer Instandsetzung wieder zu produzieren.
 Im Herbst wird die Bodenreform durchgeführt. Die meisten Betriebe
 werden enteignet. Die Molkerei wird dem VdgB übergeben.
Die MPSB wird zu 70 % von den Besatzern abgebaut.
Die Schäden des Zweiten Weltkrieges sind bis heute nicht vollständig beseitigt.
Am 8. August rückt die FFw zu ihrem ersten Brandbekämpfungseinsatz  nach dem Zweiten Weltkrieg aus.

1946 26. Februar, Gründungsversammlung der SED durch den Zusammenschluss von SPD und KPD. Beginn des Wiederaufbaus der Fliesenwerke.

1947 die MPSB nimmt auf den verbliebenen bzw. wieder instandgesetzten
 Strecken den planmäßigen Verkehr auf.
1949 das Landambulatorium wird in der ehemaligen Gemeindeschule eingerichtet.
 Die Fliesenwerke nehmen wieder die Produktion von Fliesen auf.
1953 Beginn der Vergenossenschaftlichung der Landwirtschaft in unserem
 Stadtgebiet.

1955 ein weiterer Zusammenschluss mit örtlichen Landwirtschaftsbetrieben
 führt zur Bildung der LPG ,,Karl Liebknecht“.

1958 das Jugendprojekt der FDJ ,,Entwässerung Friedländer Große Wiese“
beginnt. Gründung der PGH Klempner, PGH Bau und PGH Dachdecker.

1960 das Wasserwerk in der Ringstraße wird stillgelegt und das neue im
Riemannweg in Betrieb genommen, somit verliert auch der Druckbehälter im Fangelturm seine Bedeutung.
Im März werden alle Bauern zu Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften zusammengeschlossen. In den Fliesenwerken beginnt man Tonmehl zu produzieren.

1961 brennt es in der Konsum-Verkaufsstelle in der Max-Rothhand-Straße.

1962 Gründung der Meliorationsgenossenschaft Friedländer Große Wiese.
Umprofilierung der Hanfröste, die Hanfproduktion wird eingestellt.

1966 im August wird das neue Gerätehaus der FFw in der Allendestraße
 übergeben.
In der Möbelverkaufsstelle Karl-Liebknecht-Straße und der Wohnbaracke
In der Wasserstraße brechen Feuer aus.

1969 die Stadt begeht feierlich ihr 725-jähriges Jubiläum. Der Betrieb der
Mecklenburg – Pommerschen - Schmalspurbahn wird endgültig eingestellt.
In der ehemaligen Hanfröste beginnt eine Weberei zu produzieren.

1972 aus den Friedländer PGH wird der VEB (K) Bau und VEB (K) Dachbau
 und Rohrisolierung gebildet.

1974 im VEB Plakotex Friedland nimmt eine Rundstrickerei ihre Arbeit auf.

1975 Übergabe der neuen Poliklinik mit Apotheke in der Allende-Straße.
Das Zentrum der aktiven Erholung (Schwimmbad) wird eröffnet.

1976 am 1. Januar wird die LPG Tierproduktion und am 23. Juli die Agrar -
 Industrievereinigung Pflanzenproduktion Friedland gegründet.

 Die einzelnen Baubetriebe werden zusammengeschlossen und der VEB
 (K) Bau Friedland gegründet.

1977 brennt der Stall der LPG (T) an der Salower Chaussee.

1981 im VEB Plakotex wird in der Weberei die Produktion eingestellt, dafür
 werden Dabi - Automaten zur Herstellung von Damenhygieneartikeln
 installiert.
1982 in der Zuckerfabrik stellt man die Produktion von Rohzucker ein, im
 Betrieb erfolgt eine Umstellung für die Herstellung von Dicksaft. Der in
 Prenzlau zu Zucker weiterverarbeitet wird. Der VEB Holzbau (Werk II)
 brennt nieder.
1984 das Neubrandenburger Tor wird von der Staatlichen Bauaufsicht für den
 Öffentlichkeitsverkehr gesperrt, das Heimatmuseum wird daraufhin am 4. Oktober in der Karl-Liebknecht-Straße 1 eröffnet. Errichtung von Werk III in den Fliesenwerken, hier werden ausschließlich Tonmehl  Tonmehlprodukte hergestellt.

1985 die LPG`n Tierproduktion werden in die Agrar-Industrievereinigung - Friedland integriert. Die kreislich geleitete Denkmalpflegebrigade entsteht in Friedland.

1986 am 6. Dezember bricht ein Damm der Stapelteiche der Stärkefabrik, die
 Umweltschäden sind verheerend, die Schwanbecker Chaussee wird teilweise

 weggespült.
1988 das Heimatmuseum wird 60 Jahre alt, die großen Ausstellungsvorhaben
 sind vorerst abgeschlossen.
 Spielende Kinder stecken die Oberschule II in Brand.

1989 das Volk erzwingt die politische Wende in der DDR. Beginn der Markt-
 bebauung an der Max-Rothand-Straße, Rudolph-Breitscheid-Straße,
Turmstraße und Am Markt

1990 26. April. die ersten demokratischen Kommunalwahlen nach der Wende.
 Die CDU geht als Wahlsieger hervor. Zum Bürgermeister wird Hans Preininger, SPD, gewählt.
 Am 1. September erscheint die erste Ausgabe der Neuen Friedländer
 Zeitung.
 1. Juli; die Währungsunion mit der BRD tritt in Kraft; 3. Oktober, die
 Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten wird vollzogen.

1991 nach der ,,Einheit“ werden die meisten größeren Betriebe in Friedland
 stillgelegt (Stärkefabrik, Zuckerfabrik. Molkerei, u. a.)

1992 die Kommunikationsanlage der Telekom an der Woldegker Chaussee
 wird errichtet.
 Die Straßennamen werden geändert.
 Die erste Ampelanlage Friedlands regelt den Verkehr an der Kreuzung
 Riemannstraße-Schwanbecker Straße.

1993 das Gewerbegebiet an der Anklamer Chaussee wird zur weiteren Bebauung.
 vorbereitet. Die Bäckerei Deuse ist die erste Firma in diesem Gebiet.
 Die Außenhaut des Neubrandenburger Tores wird restauriert.
 Es findet die Grundsteinlegung für das neue Gymnasium statt.
 Im Dezember werden die Glocken aus der Marienkirche zur Restaurierung.
 entnommen.
Es sind 208 Gewerbetreibende in der Stadt registriert. Die Stadt Friedland
beschäftigt 62 ABM-Kräfte. In Friedland empfangen 660 Menschen Arbeitslosengeld
bzw. Arbeitslosenhilfe, 56 Familien oder Einzelpersonen
empfangen Sozialhilfe. 389 Anträge auf Sozialhilfe wurden eingereicht.
Die Stadt zählt 8129 Einwohner.

1994 14. Januar, der Personenverkehr auf der Eisenbahnstrecke Neubrandenburg-Friedland wird eingestellt.
21. Januar. die Fahrzeuge der MPSB werden in die Ausstellungshalle Bahnhof umgesetzt.
24. Januar, Baubeginn auf dem südlichen Marktquartier

Diese Chronik erfasst nicht alle Daten der Friedländer Stadtgeschichte. Wir müssen davon ausgehen, dass in den verschiedenen Archiven nicht aufgearbeitetes Material schlummert und auf seine Wiederentdeckung wartet.

Andererseits gibt es Abhandlungen und auch Chroniken von Institutionen, Betrieben, Vereinen und nicht zu vergessen die Arbeiten engagierter Friedländer Bürger, die in die Chronik eingearbeitet werden müssen. Das Museum ist für solche Hinweise dankbar, kann doch damit Chronik der Stadt weiter vervollständigt werden
.(Autor: Frank Erstling (Museum der Stadt Friedland)

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